Targobank Run 2014 – kurz und knackig

01_targo_2014Die Targobank hat in Duisburg wieder unter dem Motto „Unser Unternehmen läuft“ zum Firmenlauf geladen. Schon im vergangenen Jahr habe ich mit dem Running Team unseres Unternehmens daran teilgenommen. Der Lauf ist zu einer eher ungewöhnlichen Tageszeit und über eine Strecke von 5,8km. In diesem Jahr sind mehr als 5.600 Starter gemeldet.

In unserem Unternehmen wird das Running Team von einem Kollegen und mir betreut. Wir bieten den Kollegen Läufe an, die dann von unserem Unternehmen gesponsort werden. So auch der Targobank Run, der zum neunten Mal in Duisburg stattfindet und typischerweise für Unternehmen gedacht ist. Daher auch der eher ungewöhnliche Start um 19:00 Uhr. Nach Feierabend eben.

Vor dem Lauf

Die Anmeldung klappte reibungslos. Der Veranstalter setzt bei der Zeitnahme auf ein System, dass an der Startnummer angebracht ist, so dass man sich auch hierum nicht kümmern muss. So eine Nummer kann jeder befestigen und damit ist auch diese Aufgabe lösbar. Problematisch ist es da schon eher, am Veranstaltungstag einen Parkplatz zu bekommen, sofern man keinen Platz im kostenpflichtigen Parkhaus unter dem Citypalais nutzen möchte. Dies ist allerdings absolut praktisch, da die beiden großen Ausgänge direkt am Event auskommen. Und einen Platz konnte ich selbst um kurz nach 18:00 Uhr noch bekommen. Die drei Euro Parkgebühr war es mir wert, wie sich auch später noch zeigen sollte.

IMG_20140814_180814Auf dem König-Heinrich-Platz, gegenüber der Oper und direkt am Startbereich, traf ich mich mit den Mitgliedern unseres Team. Wir gingen in diesem Jahr mit sieben KollegInnen an den Start. Nach dem Treffen und dem Verteilen der Startunterlagen hatten wir sogar noch etwas Zeit.

Vor uns starteten noch die Bambinis, welche zusammen mit vielen Maskottchen – auch von meinem Unternehmen – starten. Nach dem Lauf nehmen die Kleinen die Gelegenheit wahr und lassen sich mit den Figuren fotografieren.

Alle Bilder könnt ihr zum Vergrößern anklicken!

01a_targo_2014Ich habe schon auf dem Weg vom Parkhaus zum Treffpunkt das WC besucht, aber die WCs, die vom Veranstalter zur Verfügung gestellt wurden, wären auch in ausreichender Menge vorhanden gewesen. So konnte ich mich rechtzeitig und in Ruhe in den Startbereich begeben.

 

01b_targo_2014Zu diesem Zeitpunkt ahne ich noch nicht, dass die realistische Einschätzung meiner Zielzeit mich noch einige Nerven kosten wird. Aus dem letzten Jahr wusste ich, dass ich die 5,8km in etwas über 25 Minuten schaffen kann. Daher stelle ich mich kurz hinter dem Schild „bis 25 Minuten“ auf. Die TopläuferInnen haben sich zu diesem Zeitpunkt längst in den vordersten Reihen aufgestellt.

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Der Lauf

Es geht auf 19:00 Uhr zu und der Moderator initiiert den Start mit einem Countdown von 5. Der leichte Regen hat aufgehört und sogar die Sonne kommt noch raus. Pünktlich fällt der Startschuss und die Massen setzen sich in Bewegung.

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Obwohl die ersten paar hundert Meter auf der recht breiten Köhnenstraße gut laufen, merke ich schon jetzt, dass falsch einsortierte LäuferInnen immer wieder erfolgreich den Weg versperren. Nach knapp 500m kommt die erste spitze Kurve in der ich, aus Gründen der Sicherheit, auf der Straße bleibe und nicht versuche, über den Bürgersteig zu laufen und ein paar Meter zu sparen oder ein paar LäuferInnen zu überholen. Irgendwann entwickelt man ein Gespür dafür, ob eine Situation mehr Gefahren als Chancen bietet.

Dann geht es auf geradem Weg raus in den Medienhafen. Über den Philosophenweg geht es bis hin zur Autobahnbrücke der A40, ein Stück unter ihr her und dann wieder zurück, rund um das östliche Ende des Innenhafens. An der Schifferstraße ist der Verpflegungspunkt der Strecke (bei etwa 2,5km). In meinen Augen vollkommen ausreichend, denn mehr Nachschub braucht man normalerweise bei knapp 6km und dem angenehmen Wetter nicht.

07_targo_2014Als wir den Innenhafen über die Brücke „Am Innehafen“ verlassen, geht es auf einen jetzt noch breiten, befestigten Fußweg. Er besteht teilweise aus Kopfsteinpflaster, so dass ich versuche den Randbereich zu nutzen, da wo es problemlos möglich ist. Am Ende dieser Teilstrecke wird der Weg deutlich schmaler. Hier passen nur noch wenige LäuferInnen nebeneinander. Ich muss hier bis ganz an den Rand laufen, um die vielen langsamen LäuferInnen zu überholen. Teilweise klappt es nicht und ich muss sehr viel Tempo rausnehmen. Gab’s irgendwo eine Abkürzung? Wo kommen die jetzt noch alle her? Wäre ich ganz hinten im Startfeld gestartet, würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen. Aber so?! Egal: läuft!

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Am Ende dieses Streckenabschnittes (etwa bei 3,5km) gibt es einen knackigen Anstieg, der viel Kraft kostet und an den ich mich noch gut aus dem letzten Jahr erinnere. Ich drossel etwas das Tempo, damit mein Puls nicht die TomTom sprengt. Nach dem Anstieg geht es dann flach weiter. Zum Glück!

10_targo_2014Bis km 5,5 läuft man in einer großen Schleife durch die Duisburger Innenstadt. Es gibt noch fünf Ecken, um die man abbiegen muss. Jedes Mal fühlt es sich so an, als würde man jetzt auf die Zielgerade einbiegen. Die GPS-Uhr sagt aber leider etwas anderes. Da man sich in der Nähe des Ziels bewegt, hört man gemeinerweise ständig den Moderator und die Musik. Ich versuche aber auch auf den letzten beiden Kilometern mein Tempo zu halten, was mir recht gut gelingt. Lediglich an einer unübersichtlichen Kurve, wenn man in die Fußgängerzone (Königstraße) einbiegt, muss ich doch ziemlich das Tempo rausnehmen, um es danach aber wieder anziehen zu können.

So langsam merke ich, dass das hohe Tempo an meinen Kräften zehrt. 5km bin ich schon lange nicht mehr in einem Wettkampf gelaufen. Der Versuch, bei sehr hohem Tempo nicht zu schnell zu werden, ist diesmal geglückt. Häufig passiert es mir mämlich, dass ich mein Tempo am Anfang nicht kontrolliere und mich dann nach 3km wundere, dass ich viel zu schnell unterwegs bin.

Notiz an mich: beim Bochumer Stadtwerke HM wird das Tempo von Anfang an kontrolliert. Das lässt sich doch bestimmt als Ziel in der TomTom einstellen. Ein Negative Split* ist keine Hexerei…
(* Negative Split: erste Hälft langsamer laufen, als die zweite Hälfte)

Ein weiterer Blick auf die TomTom lässt mich noch mal alle Reserven aktivieren: 5,4km! Wenn hinter der nächsten Kurve nicht die Zielgerade kommt, hab ich mich wohl verlaufen! Aber genauso kommt es natürlich. Hinter der Kurve kann man schon den Zielbogen sehen und es sind nur noch knapp 300m bis zur Ziellinie.

Die Rufe der Zuschauer und die Musik werden lauter. Im Endspurt kann ich mir noch ein paar LäuferInnen schnappen und es macht Spaß, einfach die letzte Energie zu verbrauchen, auch wenn die Beine eigentlich fragen, was der Mist soll? Anderen geht es aber anscheinend auch nicht viel besser…

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Die letzten Schritte bis zur Ziellinie … Uhr stoppen … Tempo rausnehmen … fertig!

13_targo_2014Die OrdnerInnen bitten die LäuferInnen nicht hinter der Ziellienie stehen zu bleiben, sondern sich weiter nach hinten zu begeben. Bei so vielen TeilnehmerInnen macht das absolut Sinn. Im Moment ist mir noch egal, ob ich mich zum Vorjahr verbessert habe oder nicht. Wichtig ist mir jetzt erst mal an die Verpflegungsstände zu kommen, um Wasser und Obst zu bekommen. Davon gibt es reichlich. Vorbildlich!

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Nach dem dritten Becher Wasser, einer Banane und ein paar Stücken Apfel entscheide ich mich, zum Auto zu gehen. Ich kann nicht genau einschätzen, wann die Kollegen eintreffen und da ich ziemlich geschwitzt bin, es schon recht spät ist und ich schon seit 6:00 Uhr auf den Beinen bin, mache ich mich auf den Weg zum Auto.

IMG_20140814_193815Unten im Parkhaus ist es angenehm warm und ich ziehe mir schnell ein trockenes Shirt an. Langsam kommen noch einige andere Läufer zu ihren Autos und ich sehe, dass sie das gleiche vorhaben wie ich.

Die After-Run-Party startete um 20:00 Uhr mit der Siegerehrung, ging bis ca. 22:00 Uhr und schloss mit dem „musiksynchron geschossenen Abschlussfeuerwerk“ ab.

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Fazit

Der 9. Targobank Unternehmenslauf war mal wieder eine runde Veranstaltung. Die Organisation auf der Strecke stimmte und rund um den Start-/Zielbereich herrschte eine tolle Atmospäre. Positiv sei noch darauf hingewiesen, dass das Social Media Team der Targobank einige Posts und Bilder vor, während und nach dem Lauf per Facebook und Twitter gebracht hat. Ebenso haben sie auf Posts von Teilnehmern über den Lauf reagiert, was heute leider noch viel zu selten von Veranstaltern gemacht wird.

Vor dem Start konnte man sich gut im Bereich der Veranstaltung aufhalten, an der Strecke waren sehr häufig Zuschauer, die anfeuerten. Und nach dem Lauf konnte jeder Teilnehmer im Zielbereich die erschöpften Reserven auffüllen. Ich bin auch froß, dass das Wetter mitgespielt hat. Das rundete das gute Bild ab. Insgesamt also wieder ein klasse Event.

Vielen Dank an das Team der Targobank für diesen tollen Lauf und die vielen Bilder (wie hier im Bericht), die den LäuferInnen kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden.

Für die Akten: unterwegs war ich in den neuen Brooks PureConnect 3, O-motion Compress Socks, der neuen CEP 3/4 Compress Tight und unserem Firmenshirt. Am Handgelenk trug ich die TomTom Multisport Cardio, welche mir zuverlässige Daten während des Laufs lieferte.

Ein Gedanke zu „Targobank Run 2014 – kurz und knackig

  1. Herzlichen Dank für den schönen Rückblick zum TARGOBANK Run und natürlich für´s Mitlaufen 🙂 Uns hat es auch wieder viel Spaß gemacht und wir freuen uns schon aufs nächste Jahr. Sportliche Grüße, Tanja Plebuch vom TARGOBANK Social Media Team

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